Aktuelles von Domaschka

Shirt-Spende an TV Angersbach

Lukas und Holger Domaschka bei der Übergabe der Wettkampf-T-Shirts

Domaschka Dach spendet Wettkampf-T-Shirts an die Leichtathletinnen und Leichtathleten des TV Angersbach im Vorfeld der Kreismeisterschaften 2016. Rechts im Bild: Lukas und Holger Domaschka bei der Übergabe der Wettkampf-T-Shirts.

Foto: Lauterbacher Anzeiger/Habl

Dachdeckerin Lehrling des Monats

Lehrling des Monats von Domaschka Dach

Dackdecker - ein eher ungewöhnlicher Beruf für eine Frau. Doch Sabrina Hansel ist mit Leib und Seele dabei. Die 20-Jährige aus Lautertal ist inzwischen in ihrem zweiten Ausbildungsjahr bei der Firma Domaschka in Lauterbach. Von der Handwerkskammer Wiesbaden wurde sie nun als Lehrling des Monats Februar ausgezeichnet. Stefan Füll, Vizepräsident der Handwerkskammer, überreichte Sabrina Hansel und Geschäftsführer Holger Domaschka eine Urkunde, die Geehrte erhielt außerdem noch eine Uhr.

Großes Lob findet Füll für die schulischen Leistungen von Sabrina Hansel, lauter Einsen finden sich in ihrem Zeugnis. Sie erklärt: "Eigentlich war ich nie der Streber." Doch ihr Chef lobt ihre Arbeit und seine Frau Gabriele Domaschka ergänzt schmunzelnd: "Sabrina hält auch so schön die Männer im Zaum, wenn sie mit auf der Baustelle ist." Sie findet es beachtlich, wie gut die 20-Jährige auch mit den schweren körperlichen Arbeiten zurecht kommt. Auf der Baustelle müssen teilweise bis zu 30 Kilogramm gestemmt werden, auch unhandliche Baumaterialien. "Aber wenn man sie erstmal auf der Schulter hat und oben ist, dann gehts", berichtet Sabrina Hansel.

Sportlich sei sie schon immer gewesen, wie sie erzählt - Einrad und Inliner fahren, Tennis spielen und Reiten. "Und die Kraft kommt dann von ganz alleine." Auf die Idee gekommen, Dachdeckerin zu werden sei sie durch einen Test auf der Internetseite berufe.de. "Und da habe ich gedacht, das probiere ich." Ein wenig im Blut liegt es ihr aber auch, schließlich hat ihr Vater ebenfalls einen Dachdeckerbetrieb. "Der Beruf ist vielfältig, man ist draußen, man bewegt sich und abends sieht man, was man gemacht hat. Den ganzen Tag nur sitzen, das könnte ich nicht", erklärt Sabrina Hansel.

Holger Domaschka erläutert, dass das Dachdecker-Handwerk viel mehr sei, als nur Ziegel auf das Dach zu legen. "Es gehört auch viel Kreativität dazu, beispielsweise, wenn man Anschlüsse verlegt. Die klassische Arbeit Ziegel zu verlegen ist in den Hintergrund gerückt. Wir bauen teilweise die unmöglichsten Sachen." Und sein Sohn Lukas, Dachdeckermeister und Mit-Geschäftsführer, ergänzt: "Wir machen auch viele Sonderanfertigungen aus Metall."

Sabrina Hansel hat Gefallen am Schiefern gefunden - damit werden zumeist Fassaden verkleidet. "Ich mag das Material, zu Hause mache ich Deko aus Schiefer." Schiefern sei außerdem eine sehr filigrane Arbeit, ergänzt Lukas Domaschka. Auf die Frage, wo sie sich selbst in zehn Jahren sieht, erklärt Sabrina Hansel: "Ich möchte gerne meinen Meister machen und dann meinen Papa unterstützen und irgendwann die Firma übernehmen."

Stefan Füll hat für ihre berufliche Zukunft wenig Bedenken, auf Grund ihrer guten Noten kann Sabrina Hansel auch ihre Ausbildung um ein Jahr verkürzen. "Schön, dass sie auch einen tollen Ausbilder gefunden hat. Die Firma Domaschka hatte schonmal einen Lehrling des Monats und das ist wirklich selten in einem Betrieb."

Für Sabrina Hansel hatte nach einem Praktikum bei Domaschka festgestanden, dass sie nur in diesem Betrieb ihre Ausbildung machen wollte. Und Holger Domaschka betont: "Die Chemie hat einfach gestimmt. Es wird immer wieder vergessen, wie interessant der Dachdecker-Beruf ist. Deshalb ist es für uns auch schwierig, Auszubildende zu finden. Wir würden gerne wieder jemanden einstellen." Stefan Füll ergänzt: "Im Handwerk hat man außerdem gute Zukunftsaussichten. Viele Klischees, die es früher gab, stimmen heute einfach nicht mehr. Man muss sich nur informieren."

Quelle: Lauterbacher Anzeiger

Bild: Tina Vonderheld

Sporttaschen für Jugendkicker

Da war die Freude groß: Damit die E-Junioren der JSG Vogelsberg zu ihrem nächsten Spiel in einem einheitlichen Erscheinungsbild –wozu auch eine Sporttasche gehört –auftreten können, sponserten Holger und Lukas Domaschka vom gleichnamigen Dachdeckerbetrieb in Lauterbach die Anschaffung von Taschen im Wert von über 500 Euro. Erfreut und mit einem großen Dank verbunden nahm André Stier (von links), einer der drei Trainer der E-Junioren, die Spende entgegen. Zum Dank erscholl aus den Kehlen der zahlreich angetretenen Jugendkicker nicht nur ein lautes „DANKE“, es gab auch eine Sporttasche für den Sponsor: Diese ist im „Domaschka-Blau gestaltet und wurde erfreut von Holger und Lukas Domaschka entgegengenommen.

Foto: Lauterbacher Anzeiger

Familienbetrieb geht in die dritte Generation über

Domaschka Team im Jahr 2014

Bericht aus dem Lauterbacher Anzeiger anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums

Nicht mit einem Dachdecker, sondern mit einem Kaufmann begann 1964 die Unternehmensgeschichte der Firma Domaschka GmbH + Co. KG. In diesem Jahr gründete Otto Domaschka (Jahrgang 1929) einen Fachhandel für Bedachungsmaterialien in Hofheim im Taunus. Während das Dachdeckerhandwerk sich zur damaligen Zeit mir dem Thema Steildach beschäftigte, vertiefte sich Domaschka in die Thematik der noch jungen Flachdachabdichtungen. Er entwickelte eigenständige Lösungen für die Verarbeitung von „Dachpappe". "Ich habe an Lehrgängen damals alles mitgenommen, was es gab", erinnert sich der heute 85-Jährige. Otto Domaschka mietete noch im Gründungsjahr ein landwirtschaftliches Gebäude in Stockhausen, um auch in Oberhessen Artikel vertreiben zu können.

Ein Jahr später kaufte er ein großes Grundstück in Stockhausen. Mit einer Sondergenehmigung durfte der Händler zunächst nur Flachdachabdichtungen ausführen. Nachdem Mitarbeiter Günter Happel seine Meisterprüfung im Dachdecker-Handwerk absolviert hatte, entwickelte sich das Unternehmen zielstrebig zu einem vollwertigen Dachdeckerbetrieb. 1980 zog Domaschka nach Lauterbach um. Seinen Sitz hat das Unternehmen seitdem in der Umgehungsstraße 43. Endgültig vollzog sich der Wandel des Unternehmens mit Sohn Holger, heute 53 und Inhaber des Betriebs, der seine Lehre im Sauerland absolvierte, in Gießen bei einem Großbetrieb Erfahrungen sammelte und in Eslohe seinen Meister machte. Dem zweigleisigen Firmenaufbau - Fachhändler und Dachdeckerbetrieb - ist Domaschka bis heute treu geblieben.

Als erster Dachdeckermeister in seiner Familie übernahm Holger Domaschka früh Verantwortung, Vater Otto überschrieb schon 1984 dem damals 23-jährigen Sohn den Betrieb in Lauterbach. Ein knappes Jahr später schied Otto Domaschka aus dem Unternehmen aus. "Fachlich war das kein Problem", erinnert sich Holger Domaschka, "schwer war, von der Kundschaft akzeptiert zu werden, auch wenn ich damals einen erfahrenen Dachdeckermeister an meiner Seite hatte. Insgesamt keine leichte Phase, aber rückblickend hatte es den Vorteil, dass ich mich frei entfalten konnte." Auch aufgrund dieser Erfahrungen will Holger Domaschka frühzeitig, aber schrittweise seine eigene Nach-folge angehen.

Anfang vergangenen Jahres stieg daher, ebenfalls als 23-Jähriger, Lukas Domaschka in die Geschäftsleitung des Unternehmens Domaschka ein. Der heute 24-Jährige führt zunächst zusammen mit Vater Holger die Geschicke des Unternehmens weiter. Schritt für Schritt soll er mehr Verantwortung übernehmen, zunächst auf der Baustelle, dann immer mehr im Büro und in der Unternehmensführung. Das Glück, in der eigenen Familie einen Nachfolger zu finden, hat nicht jeder Unternehmer.

Doch für Lukas Domaschka stand früh fest, dass er das Unternehmen seines Vaters und seines Großvaters weiterführen wollte. Gleich nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Dachdecker, an die sich der Besuch der Meisterschule an-schloss. ,,Und unsere Mitarbeiter begleiten ihn auf dem Weg zum künftigen Chef Denn sie wissen, was Nachfolgeregelung bedeutet - dass es langfristig weitergeht mit dem Unternehmen", sagt Holger Domaschka.

Unternehmens- und Mitarbeiterführung ist im Familienbetrieb Domaschka wichtig. Die Mitarbeiter, berichtet der Chef, nehmen im Betrieb eine zentrale Rolle ein. ,,Wir arbeiten mit unseren Mitarbeitern, das ist eine Sache. Wir leben aber auch mit ihnen und tragen eine gewisse Verantwortung." Und Domaschka demonstriert mit einigen Beispielen, dass es sich dabei nicht um eine leere Phrase handelt. So bleiben dem Ausbildungsbetrieb fast alle Mitarbeiter über lange Zeiträume hinweg treu. „Mitarbeiter“, sagt Holger Domaschka, „sollten von ihrer Arbeit bei uns vernünftig ihren Lebensunterhalt bestreiten können, mit eigenem Auto und nach Möglichkeit auch einem eigenen Haus. Das haben die meisten bei uns und das gibt mir ein gutes Gefühl. Deshalb zahlen wir entweder Tarif oder über Tarif, etwas anderes kommt für mich nicht in Frage.“

Mitarbeiter und Mitarbeiterzufriedenheit sieht Domaschka als wichtigsten Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Das gute Betriebsklima ist vor Ort kein Geheimnis - als der Betrieb per Stellenanzeige Ersatz für zwei aus gesundheitlichen Gründen ausscheidende Mitarbeiter suchte, ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten: „Ich hätte eine Vielzahl von Fachkräften einstellen können, von denen keiner arbeitslos war“, berichtet Domaschka.

Soziale und emphatische Komponenten spielen in der Firma Domaschka also eine wichtige Rolle. Regelmäßig nehmen sie Praktikanten aus der Schule an. Zudem werden seit einigen Jahren auch Praktikanten der Werkstatt in Herbstein sowie der Gemeinschaft Altenschlirf aufgenommen. „Sie bereichern unser Unternehmen und tragen mit zum guten Betriebsklima bei. Zwar durchlebt man hier auch einige Experimente, aber am Ende gewinnen beide Seiten“, sagt Holger Domaschka. „Unsere Mitarbeiter nehmen die Praktikanten der Behinderteneinrichtungen sehr gut an und binden sie - passend zu ihren Fähigkeiten - in die Produktionsabläufe ein.“ „Das machen sie wirklich klasse“, ergänzt Gabriele Domaschka und erinnert sich an einen Praktikanten, der „zu uns kam und anfangs kaum gesprochen hat. Nach zwei Monaten in unserer Firma ist er offener und selbstbewusster geworden.“

Daher sehen Domaschkas beim Thema Ausbildung und Fachkräftemangel vor allem die Betriebe in der Pflicht. „Zu viele sehen Azubis nicht als Investition in die Zukunft, sondern als billige Arbeitskräfte, da muss man sich über hohe Abbrecherquoten nicht wundern.“ Holger Domaschka setzt sich bewusst zum Ziel, auch Schülern mit schlechten Abschlüssen eine Chance zu geben. Gabriele Domaschka, die als ausgebildete Diplom-Sozialpädagogin Ansprechpartnerin für viele Mitarbeiter ist, ergänzt: ,,Wir erleben immer wieder, wie junge Menschen mit schlechten Noten hier im Betrieb plötzlich aufblühen, weil sie den Beruf gefunden haben, der zu ihnen passt. Im Alter zwischen 15 und 18 entwickeln sich viele noch ganz enorm, so unsere Erfahrung. Warum sollten wir ihnen keine Chance geben?“ „Ich versuche wirklich bei jeder Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass der Umgang mit den Mitarbeitern und Auszubildenden das Wichtigste ist, um langfristig erfolgreich zu sein. Wenn ich einen Mitarbeiter einstelle, möchte ich, dass es ihm gut geht. Das bekommt man zurück“, sagt Holger Domaschka. Für die Zukunft wünschen sich Gabriele und Holger Domaschka, dass Sohn Lukas gut in seine neue Rolle als Geschäftsführer hineinwächst, er von Kunden als auch Mitarbeitern als neuer Chef respektiert und anerkannt wird.

Die Firma Domaschka hat 24 Mitarbeiter, arbeitet sowohl regional als auch überregional und verfügt über ein großes Lager mit Bedachungsartikeln.

"Das Familienprinzip"

Das Familienprinzip: "Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolgs. Was oft nur den Rang einer Worthülse einnimmt, setzt die Domaschka GmbH & Co. KG täglich um. Viele Einzelmaßnahmen ergeben ein Bild: der Betrieb als erweiterte Familie, in der es allen gut gehen soll."